Akute myeloische Leukämie (AML)

Die akute myeloische Leukämie (Abkürzung: AML) ist ein Blutkrebs („Leukämie“), bei dem die Entwicklung der Blutkörperchen gestört ist, frühe Vorläuferzellen reifen nicht mehr weiter und vermehren sich unkontrolliert.

Das Wort „akut“ deutet darauf hin, dass sich die Krankheit von einem Tag auf den anderen bemerkbar machen kann und schnell fortschreitet. „Myeloisch“ steht für die Art der Vorläuferzellen, die betroffen sind. Aus myeloischen Vorläuferzellen entstehen im Knochenmark über mehrere Schritte rote Blutkörperchen, Blutplättchen und weiße Blutkörperchen. Jährlich erkranken zwei bis drei von 100.000 Personen an einer AML. Diese seltene Erkrankung nimmt in der wachsenden Altersgruppe der 70- bis 85-Jährigen deutlich zu und steigt auf 15 bis 25 pro 100.000 Personen.

In Österreich erkranken jährlich an die 400 Personen an einer akuten Leukämie. Die AML macht etwa 80 % der akuten Leukämien der Erwachsenen aus. Das mittlere Alter bei Diagnose einer AML liegt bei 70 Jahren, Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Symptome

Die Krankheit beginnt meist schleichend und unspezifisch – neben charakteristischen Blutbildveränderungen können u.a. folgende Beschwerden auftreten: Leistungsabfall, Schwäche, Müdigkeit, Blässe, Nasen-, Haut-, Zahnfleischblutungen, Infektionen, Fieber, Nachtschweiß, Herzklopfen, Atemnot, Schwindel sowie Kopfschmerzen.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei Behandlung einer AML wird zuerst bestimmt, ob eine Person fit genug für eine intensive Chemotherapie oder eine Blutstammzelltransplantation ist: hier soll durch eine möglichst vollständige Vernichtung der leukämischen Zellen die normale Blutbildung wiederherstellt werden. Bei weniger fitten PatientInnen werden medikamentöse Therapien eingesetzt, die die Ausreifung der Vorläuferzellen unterstützen sowie das Wachstum der Leukämiezellen hemmen.

Eine Blutstammzelltransplantation eröffnet geeigneten PatientInnen die Chance auf eine dauerhafte Heilung. Das Behandlungsziel bei weniger fitten PatientInnen ist das Fortschreiten der Erkrankung möglichst lange hinauszuzögern und die Lebensqualität zu erhalten.


Weiterführende Informationen:

www.krebsimfokus.at
www.gesundheit.gv.at/krankheiten/krebs/leukaemie/inhalt