Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, liegt zwischen Magen, Milz und Leber. Einfach erklärt besteht die Bauchspeicheldrüse aus drei Teilen: einem Kopf, einem Körper und einem Schwanz. Zu ihrer Hauptaufgabe gehört die Produktion von Sekreten zur Nahrungsverdauung sowie die Blutzuckerregulierung. Ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse entsteht durch unkontrolliertes Wachstum von Bauchspeicheldrüsenzellen, welche normalerweise Verdauungssaft produzieren. Diese Tumore können gut- oder bösartig sein. Bösartige wachsen schnell und können unter Umständen weitere Ableger (Metastasen) in Leber, Lunge oder anderen Körperteilen bilden. In Österreich erkranken jährlich rund 1’600 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, auch Pankreaskarzinom genannt; dabei trifft es Männer und Frauen gleich häufig. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine Krankheit des höheren Alters. Knapp 60 Prozent der PatientInnen sind zum Zeitpunkt der Diagnose über 70 Jahre alt. Sieben Prozent aller Krebstodesfälle sind auf den Bauchspeicheldrüsenkrebs zurückzuführen.

Ursache

Die Ursache, die zu einem Pankreaskarzinom führt, kann bis heute nicht eindeutig und wissenschaftlich belegt werden. Faktoren wie zum Beispiel genetische Dispositionen spielen eine Rolle, aber auch das Zigarettenrauchen über viele Jahre hinweg ist ein Risiko. Das Rauchen ist der epidemiologisch am besten belegbare Risikofaktor. Weiter stellt auch ein über Jahre hoher Alkoholkonsum ein Risiko dar.

Behandlungsmöglichkeiten

Ausschlaggebend für die Wahl der Therapie sind verschiedene Faktoren wie zum Beispiel die Art, Lage und Ausdehnung des Tumors, das Krankheitsstadium, die Eigenschaften des bei der Operation entnommenen Krebsgewebes sowie der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten, beziehungsweise der Patientin. Ziel der Behandlung ist jedoch immer die vollständige chirurgische Entfernung des Tumors. In den Fällen, in denen der Tumor nicht vollständig entfernt werden kann, wird eine ergänzende Therapie – wie die Chemotherapie oder die Radiotherapie – empfohlen, um das Tumorwachstum zu verlangsamen, beziehungsweise um die Symptome, die durch den verbleibenden Tumor entstehen, zu reduzieren. Oftmals werden alle drei Therapieoptionen einzeln, kombiniert oder nacheinander eingesetzt.


Weiterführende Informationen:

www.minimed.at